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"Freistellungsbescheinigung" - eigentlich eine Peinlichkeit für den Staat:

 

  Im Jahre 2002, als der damalige Wirtschaftsminister Wolfgang Clement den Bürokratieabbau für sich entdeckte,

  erfand Finanzminister Hans Eichel den § 48 EStG neu.

  Seitdem muss sich jeder bauleistende Unternehmer einen Persilschein von seinem Finanzamt ausstellen lassen,

  andernfalls muss der Auftraggeber 15% der Rechnung abziehen und selbst ans Finanzamt des Baubetriebes überweisen.

  Darüber hinaus müsste der Auftraggeber eigentlich noch auf der Website des "Bundeszentralamtes für Steuern" unter

  www.bzst.de nachprüfen, ob die Bescheinigung nicht gefälscht ist, und seine Nachfrage dort registrieren lassen

  (Konjunktiv, weil etliche Auftraggeber dieses Verfahren nicht verstehen oder ablehnen, zudem warnt der Browser vor

  einer unseriösen Website!!).

  Dieses Verfahren soll helfen, Steuerausfälle zu mindern. Tatsächlich belastet es nur die ehrlichen Unternehmen  mit

  unnötiger Bürokratie und belohnt die Schwarzarbeit, weil zwischen Schwarzarbeiter und seinem Auftraggeber eine

   "Freistellungsbescheinigung" - sagen wir es einmal höflich - "unüblich" ist.

  Aber es verschafft dem "Bundeszentralamt für Steuern" eine weitere Daseinsberechtigung, und daher wird diese

  zweifelhafte "Errungenschaft" sicher noch eine Weile weiter bestehen.

  Hier also unsere Freistellungsbescheinigung: